Die Stimmtonhöhe in der Musikgeschichte
Versuch einer Übersicht

 

Der Ton aber, »in welchem die Orchester zu stimmen pflegen, ist nach Beschaffenheit der Orte und Zeiten immer sehr verschieden gewesen«

 

Johann Joachim Quantzens,
Königl. Preußischen Kammermusikus

Versuch einer Anweisung
die
Flöte traversiere zu spielen;

mit verschiedenen,
zur Beförderung des guten Geschmackes
in der praktischen Musik
dienlichen Anmerkungen
begleitet,
und mit Exempeln erläutert.

Nebst XXIV. Kupfertafeln.

BERLIN
Johann Friedrich Voß. 1752

 

Zitiert nach dem Reprint der Ausgabe Berlin 1752, § 6, S. 241

 

Zur Situation

Im Bereich der historisch Aufführungspraxis gibt es, verständlicherweise, aus praktischen Gründen, gewissen Konventionen, fast axiomartige, die nur bedingt durch die musikhistorischen wissenschaftlichen Befunde zu begründen sind.

Verständlich sind dies "Axiome" nur aufgrund eines internationalen Musikmarktes, der größtmögliche Flexibliltät der Protagonisten und deren Einsetzbarkeit/Austauschbarkeit fordert. Iin Wahrheit es aber an monitären Gründen hängt und daher standardisierte Aufführungsbedingungen, da sie kostengünstiger sind, bevorzugt werden. Es liegt nicht an fehlendem musikwissenschaftlichen Wissen, dieses ist da, sondern an der Bereitschaft, im Sinne der Werktreu, des künstlerischen Ausdruckes, der Interpretation dieses Wissen umzusetzen.

Glücklicherweise gibt es immer mehr fachkundige Musiker die sich diesen "Axiomen" wiedersetzten, daß aufzuführenden Werk und dessen sepzifische Klanglichkeit in den Vordergrund rücken.

Eines dieser "Axiome" ist der Stimmton, der für die Musik des Barocks in der Regel auf a' = 415 Hz festgelegt wurde/wird, obwohl es dieses "Axiom" im Barock nie gab.

Der Stimmmton, Höhe, Begriffe

Denn in der "wahren" Aufführungsgeschichte der Musik unterlag die Stimmtonhöhe von der Vergangenheit bis zur Gegenwart jederzeit einer nicht unerheblichen Schwankungsbreite!

Die jeweilige Höhe des Kammertones a' war zu jeder Zeit sehr unterschiedlich, von Land zu Land, von Ort zu Ort, von Aufführungsort zu Aufführungsort, von Situation zu Situation.

Ebenso vielfätig waren die Begriffe für die Stimmtöne, und selbst die unterschiedlichen Schreibweisen, eines scheinbar gleichen Begriffes, kann auf eine ver. Höhe des Tones a' verweisen.

Hier seien nur einige Begriffe (ohne Defintion) genannt, eine sicher unvollständige Liste:

- Kirchenton

- Kammerton

- franz. Kammerton

- tiefen Kammerton

- hoher Kammerton

- CammerThon

- Chorton

- Orgelton

- Cornetton

- Cornettenthon

- Cornet-Ton

- Berliner Stimmton

- Wiener Stimmung

- Mezzo punto

- Corista di Lombardia

- Ton d'Éurice

- Chormäßige Stimmung

- Ton de Chapelle

- tiefer / hoher Ton d' Opéra

- Ton de la Chambre du Roy

- Dresdner Ton

- kammertönig

...

(N.B.: Z. Bsp. bzgl. "Kammerton" / " CamerThon", die unterschiedlichen Schreibweisen bezeichnet nicht ein und dieselbe Stimmtonhöhe, sondern durchchaus ver. hohe Töne, daher werden die ver. Schreibweisen separat gelistet und entsprechend behandelt.)

Zur Lage bei Bach

Vom Juni 1723 - August 1724 nutze Bach den tiefen Kammerton mit a' ~ 392 Hz und den Chorton/Cornetton für die Orgel/Blechbläser in a' ~ 463 - 467 Hz.

So z. Bsp. beim Magnificat BWV3 243.1 in Es-Dur zu Mariae Heimsuchung am 02. Juli 1723, sowie am 25. Dezember 1723, am zweiten Aufführungstermin, ergänzt um die vier weihnachlichen Einlagesätze (Laudes).

Ab August 1724 nutze Bach dann den "normalen" Kammerton mit a' ~ 413 - 421 Hz und den Chorton/Cornetton für die Orgel/Blechbläser in a' ~ 463 - 467 Hz.

So z. Bsp. bei der Wiederaufführung des Magnificats BWV3 243.2 am 02. Juli 1733, nun in D-Dur mit geänderter Besetzung (Austausch von Flauto traverso statt Flauto dolce; Tromba ersetzt durch Oboe) und substanziellen Eingriffen in den Notentext der Komposition.

In den 1740er Jahre greift JSBach vereinzelt wieder auf die Situation vor dem August 1724 zurück.

So z. Bsp. bei BWV 1083 "Tilge, Höchster meiner Sünden "; einer Adaption des Stabat Maters Pergolesis auf eine Textpharaprase des Ps. 51.

Diese Adaption führte er im tiefen Kammerton a' ~ 392 Hz und dem Chorton/Cornetton für die Orgel/Blechbläser in a' ~ 463 - 467 Hz auf.

D. h. Bachs Ensemble spielte bei den Aufführungen seiner Kantaten mit Instrumental- und Vokalgruppen, die sich auf ver. hohen Stimmtonhöhen für a' bezogen, in ein und demselben Moment!

So bedeutet dies für die Orgel/Blechbläser, daß aus Stimmmaterial welches 1 bis 1 1/2 Töne tiefer notiert waren, gespielt wurde.

Musizierten also die Streicher, Holzbläser, Vokalisten und das Cembalo aus in D-Dur notierten Stimme, mit a‘ ~ 413 - 421,

hatten die Orgel & Blechbläser eine in C-Dur notierte Stimme bei a‘ ~ 465 – 467 Hz (Situation Leipzig ~ August 1724 - 1750)

Man kann sich ausmalen, zu welchen aufführungspraktischen Problemen dies führte.

Unabhängig von der Fragen, wie unangenehm zu spielende Tonarten für den Organisten,

so muß z. Bsp. bei Es-Dur mit a‘ ~ 413 - 421 Hz für die Streicher, der Organist in der weniger bequemen Tonart Des-Dur bei a‘ ~ 465 – 467 Hz spielen,

bis hin zu Intonationsproblemen, aufgrund der verwendeten ungleichschwebenden Temperierungen.

Die Hauptorgeln, mit denen Bach seine Kantaten aufführte, sowohl in St. Thomas, als auch in St. Nicolai, waren ungleichstufig temperiert.

Eine gleichstufige Temperatur (reine Oktaven, gleichgröße Halbtonabstände von 100 Cent) wie die unserer heutigen Zeit waren theoretisch bekannt, standen ihm "in Praxis" aber nicht zu Verfügung.

Bach war in seiner Zeit mit diversen mitteltönigen bis hin zu sehr modernen ungleichstufigen Temperaturen (wie z. Bsp. Neidhardt) konfrontiert.

So dürften zahlreiche seiner Orgelwerke eher in Richtung mittltönig zu denken sein, allein schon aufgrund der ihm zur Verfügung stehenden Orgeln, die wenigsten waren "Neubauten", mit ungleichstufigen Temperaturen.

Seine Kammermusik-/Orchesterwerke der weimarer & köthener Zeit könnten mit a' = 392 - 415 Hz und durchaus (auch) mitteltönig aufgeführt worden sein (siehe Siegbert Rampe, Das Bach-Handbuch Laaaber, Band 5/2; 2013, S. 303 ff.).

Bei späteren Wiederaufführung (Zimmermansches Caffeehaus) oder ihrer Wiederverwendung dürfte er Temperaturen eher in Richtung Neidhardt verwendet haben.

Zwar war die heute übliche Temperierung mit einer reinen Oktav und lauter gleichgroßen Halbtonabständen zu 100 Cent als theoretisches Modell in der Zeit Bachs bekannt, wurde jedoch scharf abgelehnt (siehe z. Bsp. Werckmeister oder Mattheson.)

Sie stieß auf Ablehnung, wegen dem Verlust der Reinheit des Klanges der Akkorde/Tonarten (s. a. Tonartenlehre) und so kamen diverse andere Temperierungsmodelle in Frage.

(Anmerkung: Z. Bsp. sind die Bohrungen bei den historischen Holzblasinstrumenten immer so angesetzt, daß ein Spiel in entsprechenden mitteltönigen bis ungleichstufigen Temperaturen möglich ist.

Entsprechende Instrumente mit Bohrungen für ein Spiel in der modernen gleichstufigen Temperatur sind nicht bekannt.)

Es dürften, aufgrund der aus dem 15. / 16. Jhd. vorhanden Orgeln, deren Temperatur nur durch eine erheblichen technischen/finaziellen Aufwand zu ändern waren, im kirchlichen Bereichen tendenziell Temperierungen in Richtung modifizierter Mitteltönigkeit, also weniger moderner ungleichstufige Temperierungen, im Gebrauch gewesen sein. Modernere Temperaturen gab es, wenn überhaupt, nur bei Orgelneubauten oder fundamentalen Revisionen.

Dem standen allerdings die konservatien Haltungen der Musiker, Organisten, Orgelbaumeistern und den Auftraggebern im Wege.

Am Hofe und in der Oper waren wohl eher Temperierungen in Richtung einer wohltemperiertem Temperierung, aber eben nicht einer gleichstufigen im modernen Sinne, üblich.

So kann man sich Bachs Brandenburgische Konzerte mit einem Kammerton (bzgl. den Streichern) von a‘ mit 392, 403 oder 415 Hz denken, jedes mal eine veränderte Klanglichkeit.

Dazu noch verschiedene Möglichkeiten der Temperierung!

Und, dies sei angemerkt, Bach führte seine Werke unter diesen veränderten Rahmenbedingung auf, daher war er zum Teil gezwungen, bei späteren Wiederaufführungen, in das Notenmaterial einzugreifen.

Weil sich "die Aufführungssituationen" bzgl. Stimmtöne/Temperierung veränderten haben und nicht von Ort zu Ort ohne weiteres anpassbar waren.

So wie in der Palmarum-Kantate BWV 182 "Himmelskönig, sei willkommen", einer Kantate aus Weimar (EA 25. März 1714), die Bach in Leipzig mehrfach wieder aufführte (1724 & 1728).

Hier musste der Blockflötenpart der Altarie "Leget euch, dem Heiland unter" durch Stimmknickungen angepasste werden, wegen zu tief liegenden, nicht spielbaren Töne.

Bei der weimarer Kantate BWV 172 "Erschallet ihr Lieder", lassen sich mehrere Wiederaufführung in Leipzig nachweisen,

Bach schwankte zwischen den Aufführungstonarten C-Dur versus D-Dur, es scheint so, daß er hier nicht zu einer endgültigen befriedigenden Lösung fand.

Unter den Leipziger Aufführungsbedingungen haben beide Tonarten bei diesem Werk so ihre Tücken.

Was bleibt?

Der Stimmton unterschied sich von:

- von Epoche zu Epoche

- aufgrund unterschiedlichem musiktheoretischem Verständnis

- von Komponist zu Komponist

- von Musiker zu Musiker

- von Nation zu Nation

- von Ort zu Ort,

  ja auch innerhalb eines Ortes, z. Bsp. abhängig davon,

  ob am Hofe oder in der Kirche musiziert wurde.

- von Instrument zu Instrument,

- innerhalb einer Aufführung, wie z. Bsp. bei Bachs Aufführungen der Kirchenkantaten/Oratorien (siehe oben)

 

Erst 1711 wurde durch den englischen Militärtrompeter John Shore die Stimmgabel erfunden.

Zuvor wurde mit der Hilfe von Stimmpfeifen der Stimmton festgelegt.

Versuche die Stimmtonhöhe durch allgemeine gesetzliche Fixierung festzulegen schlugen bis heute fehl.

So liegt der gesetzliche Stimmton derzeit bei a' = 440 Hz.

De facto ist es aber heute üblich auf 442/444 Hz oder noch höher zu stimmen (z. Bsp. Blockflöten).

Für Sänger ist das ständige höherschrauben des Stimmtones, durch die biologischen / physiologischen Rahmenbedingung ein schier unlösbares Problem, die Stimmen geben einfach nicht mehr her!

Diese sich durch verschiedene Stimmtonhöhen & Temperierung ergebenden klanglichen Veränderungen dürfen nicht im Sinne eines modernen Verständnisses als Defizite, als Intonationsfehler oder Ähnliches missverstanden werden.

Nein, sie sind existenzielle Phänomene des Klangbildes und können von einem Komponisten eben auch als besonderer Effekte verstanden worden sein, wenn eine Stelle besonders „rein“ oder „unsauber“ klingt.

Bei Vokaltexten z. Bsp. als ausdeutendes Element, wenn es bei Schmerz oder Trauer entsprechend „unrein“, nennen wir es angespannt, klingt.

Die moderne historisch informierte Aufführungspraxis hat hierauf bislang keine stetige Antwort für die Praxis gefunden.

Da in der Spielpraxis, aus verständlichen praktische Gründen, dies Aufführungssituation bislang nicht immer konsequent wieder hergestellt wurden.

Es ist ja klar, es würde entsprechend eingerichtetes Notenmaterial benötigt (in Opposition zu den Urtext-Ausgaben mit einheitlicher Tonartennotation),

ein und dasselbe Instrument muß in ver. Stimmtonhöhen verfügbar sein.

Ein anderes Verständnis der Fragen Stimmtonhöhe, Temperierung und Intonation, sowie eine veränderte Akzeptanz der bisherigen Hörgewohnheiten wird benötigt.

Allein bei Bach lassen sich ja ver. Situationen ermitteln, denn seine Aufführungspraxis in Arnstadt, Mühlhausen, Weimar, Köthen (min. zwei ver. Situationen) und Leipzig (min. zwei ver. Situationen) waren jedesmal andere.

Will man diese Umstände wieder herstellen, muß man einen gewissen Aufwand betreiben, erhält dafür aber spannende Klangphänomen und "Hör-Erleuchtungen".

Versuch einer Übersicht der Stimmtonhöhe
an ver. Orten  und unterschiedlichen Zeiten

 

Die folgende Übersicht versucht ein wenig sich in diesem Dschungel zurechtzufinden und ist, wie kann es nicht anders sein, ein sich stetig veränderndes Gebilde und zwangsläufig unvollständig.

Die Angaben werde sukzessive erweitert und wenn notwendig angepasst.

 

Jahr

Zeitra~

historischer Kontext

Länder

Orte

Stimmtonbezeichnung

Stimmtonhöhen

evt. Temperaturen

Anmerkungen

Quelle

16. / 17. Jhd. Italien Mezzo punto
Corista di Lombardi
a' = 464 - 465 Hz

ermittelt an über 100 Zinke des 16. / 17. Jhd.

Bach-Handbuch Band 5/2
Bachs Orchester- und Kammermusik,
Laaber-Verlag. 2013; S. 303 ff.
Frankreich Ton d'Ecurie
Deutschland Cornettenthon

Cammerthon = Cornettenthon

Chorthon

a' = 464 - 465 Hz

a' = 392 Hz

 

Michael Praetorius (1571 - 1621
zur. Zeit
Palestrinas (1525 - 1594)
Rom Kammerton

a' = 392 Hz

Temperierung 1/4-Komma mitteltönig

 

Haynes, Bruces; A history of performing pitch; S. 73

Herr, Corinna; Gesang gegen die Ordnung der Natur?
- Kastraten und Falsettisten in der Musikgeschichte, S. 109

Vinvenzo Colobi Orgel 1532/33
Chiesa del Santissimo Corpo di Cristo, Valvasone (Pordenone), Italien   a' = 492,5 (22°C)

letzte Orgel der venezianischen  Orgel-Schule ~ 1500, wie sie wohl auch am Markus-Dom zu finden war. 1974 wieder in Stand gesetzt, 1999 aufgrund umfänglicher musikwissenschaftlicher Befunde restauriert und Wiederherstellung des historischen originalen Zustandes.

Sperindio Bertoldo (~1530 - 1570) / Cesare Borgo (~1560/65 - 1623)
Complete Organ Works Manuel Tomadin Brilliant 95874; 2020
spätestens ~ 1650 Orgeln Deutschland "chormäßig" a' = 465 Hz

 

 
bis etwa 1700 Deutschland ...eine zeitlang sind
Cornetton = Chorton = Kammerton
weitgehend identisch...
keine Angabe

 

Bach-Handbuch Band 5/2
Bachs Orchester- und Kammermusik,
Laaber-Verlag. 2013; S. 303 ff.
zweite Hälfte 17. Jhd. Frankreich Ton de Chapelle
Ton d'Operá
a' = 392 Hz

Stimmton franz. Orgeln

Bach-Handbuch Band 5/2
Bachs Orchester- und Kammermusik,
Laaber-Verlag. 2013; S. 303 ff.
1673

Weimar
Schlosskirche

Chortona' keine Angaben bzgl. Hz

Orgelpositiv von Samuel Bidermann 1658

Wolff/Zepf
1673

Weissenfels
Schlosskirche

Chortona' keine Angaben bzgl. Hz

1668 - 1673 Orgelneubau von Christian Förner

Georg Friedrich Händel spielte 1736 auf dieser Orgel

Wolff/Zepf
ab 1683 Versailles Ton d'Operá a' ~392 Hz

Stimmton der Opern Lullys

 
1693

Hamburg

Chorton = Cornetton a' ~495 Hz

Schnitger-Orgel St. Jacobi

Wolff / Zepf
spätest 17. Jhd / 18. Jhd. Frankreich Kammerton am franz. Hof a' ~ 403 - 409 Hz
oder
a'  ~ 409 - 415 HZ

 

 
~ 1700 Frankreich

Ton d' Èurice

hoher Ton de la Chambre du Roy

tiefer Ton de la Chambre du Roy

Ton d' Opera

a' = ~ 465 Hz

a' = ~ 415 Hz

a' = ~ 406 Hz

a' = ~ 394 Hz

 

Musikinstrumentenmuseum Paris:

Stimmpfeife mit Bezeichnung
"Ton de l'opera" mit a' = 394 Hz

Stimmpfeife mit Bezeichnung
"Plus haut de la chapelle a versaille [s]"
mit a' = 407 Hz

~ 1700Dresden"Dresdner Kammerton"a' ~ 415 Hz

 

 
1703

Arnstadt
Neue Kirche
(seit 1935 Johann-Sebastian Bach-Kirche)

Chorton = Cornetton

a' ~ 465 Hz, 18°C

Temperatur ungleichschwebend
anhand historischem Gemshorn 8' ermittelt

1699 - 1703 Orgelneubau durch Johann Friedrich Wender; Stimmtonhöhe ermittelt anhand originaler Pfeifen.

Wolff/Zepf

 

1703 - 1707ArnstadtChorton = Cornettona' ~ 465 Hz

siehe Wender-Orgel 1703

 
1707 - 1708MühlhausenChorton = Cornettona' ~ 463 - 467 Hz

 

 

1708 - bis Mitte August 1714

Weimar

"Normaler" Kammerton

Chorton = Cornetton

a' ~ 413 - 415 Hz

a ~ 463 - 465 Hz

 

Notenmaterial von JSBach
1714Freiberger DomChorton = Cornettona' ~ 476 Hz

Silbermann-Orgel Freiberger Dom

Wolff / Zepf

ab Dezember 1714

Weimar

französischer Kammerton

Chorton = Cornetton

a' ~ 392 - 395 Hz

a' ~ 463 - 465 Hz

 

Notenmaterial von JSBach
1715 England Kammerton a' = 419,9 Hz

Stimmgabel von John Shore (

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1717

Merseburg Dom

Chortona' keine Angaben bzgl. Hz

1714 - 1716 ~bau der vorhandenen Orgel durch Johann Friedrich Wender

Wolff / Zepf
1718 - 1720

Dresden Sophienkirche

1945 Kirche und Orgel zerstört

wohl "Dresdner Kammerton"

a' ~ 415 Hz

Temperatur mutmaßlich "wohltemperiert"

Gottfried Silbermann-Orgel

Wolff / Zepf

1717 - 1723

Köthen

französischer Kammerton

Berliner Stimmung

a' ~ 392 Hz

a' ~ 403 Hz

Alle Stimmen sind einheitlich notiert

Notenmaterial von JSBach
Mutmasslich mitteltönige Temperatur für die köthener
Kammermusik- und Orchesterwerke*

*Siegbert Rampe
Bach-Handbuch Band 5/2
Bachs Orchester- und Kammermusik,
Laaber-Verlag. 2013; S. 303 ff.

1720 - 1723

Berlin Marienkirche

Chortona' keine Angaben bzgl. Hz

1720 - 1723 Orgelneubau durch Joachim Wagner

 
1722 - 1723Störmthaltiefer Chortona' ~ 464 Hz

Orgelneubau Zacharias Hildebrandt

Orgelprüfung 02. November 1723 durch JSBach

Aufführung der Bach-Kantate BWV 194 "Höchsterwünschtes Freudenfest"

Bach-Dok~ente II, Nr. 163

Wolff/Zepf

05/1723 - ~ 06-08/1724

Leipzig

Kammerton

Chorton = Cornetton

a' ~ 392 Hz oder 415 - 421 Hz

a' ~ 463 - 467 Hz

Die Orgeln in den Leipziger Kirchen waren wohl ungleichstufig temperiert.

In St.Thomas & St. Nicolai nutze Bach die Hauptorgel bei der Aufführung der Kantaten.

Bach verwendet beim Kammerton sowohl den Chor- bzw. Cornetton, Notenmaterial muß entsprechend angepasst werden.

Bsp. Magnificat Es-Dur BWV 234.1/234a;
EA 02. Juli 1723
WA 25. Dezember 1723, ergänzt um vier Laudes.

Notenmaterial von JSBach
~ 06-08/1724 - 1750Leipzig

Kammerton

Chorton = Cornetton

a' ~ 415 - 421 Hz

a' ~ 463 - 467 Hz

Die Orgeln in den Leipziger Kirchen waren wohl ungleichstufig temperiert.

In St.Thomas & St. Nicolai nutze Bach die Hauptorgel bei der Aufführung der Kantaten.

Bach verwendet nur noch
den Kammerton a' ~ 415 - 421Hz
und den Chorton = Cornetton bzw. Cornetton von
~ 465 - 467 Hz

Bsp. Anpassung und Umarbeitung Magnificat BWV 243a Es-Dur (von 1723) zu BWV 243 Magnificat D-Dur (wohl 02. Juli 1733), Fassung D-Dur immer ohne Laudes.

Notenmaterial von JSBach
1726 - 1728

Sangerhausen Jacobikirche

Chorton = Cornetton 

Orgelneubau Zacharias Hildebrandt unter Mitwirkung JSBach wahrscheinlich.

Wolff/Zepf
1732 - 1736

Dresdner Frauenkirche

1945 Kirche und Orgel zerstört

wohl "Dresdner Kammerton"

a' ~ 415 Hz

Temperatur mutmaßlich "wohltemperiert"

Gottfried Silbermann-Orgel

Wolff/Zepf
1734

Weimar Schlosskirche

Chorton keine Angaben zu a'

1707 - 1708 Reparatur und Ergänzung
durch Johann Conrad Weißhaupt

1708 Einweihung durch Johann Sebastian Bach

Wolff/Zepf
1739

Altenburg
Schlosskirche St. Georg

Chorton = Cornetton

a' ~ 468 z, 18,2°C

Temperatur Neidhardt I

Orgelneubau durch Tobias Gottfried Heinrich Trost 1733 -1739

 
~1740 - 1812 Deutschland, Eutin Kammerton a' = 424,1 Hz

Stimmgabel von Frant Annton Weber
(Vater von Carl Maria Weber)

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1743

Evangelien- und Epistelorgel der Klosterkirche zu Muri, Schweiz?

a'~ 425 Hz

Temperatur Werckmeister, modifiziert

Beide Orgeln erbaut durch Joseph & Viktor Ferdinand Bossard; Restaurierung 1961/62 durch Metzler Orgelbau, Teilrestaurierung 1991/92 durch Bernhardt Edskes

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1751 England, London Kammerton a' = 422,5 Hz

Stimmgabel angeblich aus dem Besitz von Händel, die Stimmgabel fand  wohl Verwendung bei der Aufführung des Messias von 1751 (Foundling Hospital-Fassung.)

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1754 Frankreich, Lille Kammerton a' = 422,6 Hz

Stimmgabel aus der Instumentenwerkstatt von M. Francois

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1754 Deutschland, Dresden ? a' = 415 HZ

Stimmgabel die woll Verwendung fand bei der Intonation der Gottfried Silbermann- Orgel der Dresdner Frauenkirche.

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1776 Breslau Kammerton a' = 414,4 Hz

Stimmton mit dem Marnurg sein Clavicord Stimmte

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~ 1780´

Versaille

Kammerton für die
"Musique de la Chambre Versaille"

a'~ 409 Hz

Stimmgabel Pascal Taskin

https://pbosf.blogspot.com/2010/01/story-of-more-about-baroque-pitch.html

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zur Zeit von Mozart
(27. Januar 1756 – 5. Dezember 1791

Östereich   a'~ 422Hz

angeblich von Mozart bevorzugt

https://orchestergraben.com/alles-ist-relativ-sogar-der-kammerton/

1780

Österreich, Wien ? a' = 421,3 Hz

Stimmgabel des säschsichen Orgelbauer Schulze, der zur zeit Mozarts in Wien lebte.

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Österreich, Wien Kammerton a' = 421,6 Hz

Stimmgabel des Clavierbauers Stein, mutmasslich Mozarts Stimmton

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Deutschland, Dresden   a' = 422,3 Hz

Stimmgabel des Hoforganisten zu Dresden Kirsten

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1788ParisKammertona' ~ 409 Hz

"Pariser Stimmung"

nach M. Lempp, Wien, Holzblasinstr~entenmacher

1789WienWiener Kammertona' ~ 438 Hz

"Wiener Stimmung"

 
1796 Russland, St. Petersburg Kammerton a' = 436 Hz

Oper St, Petersburg, galt als sehr hoch

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in der 2 Hälfte 18. JhdWienKammertona' ~ 430 - 435 HZ

 

 
1800 England, London Kammerton a' = 422,7Hz

Stimmgabel aus der Broadwood Werkstatt

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frühes 19. Jhd.WienKammertona' ~ 440 Hz

 

 
1810 Frankreich, Paris Kammeron a' = 430,0 Hz

Stimmgabel die dem Amaturmusiker M. Lemonie zugeordnet wird.

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~1820 England, London Kammerton a' = 433 Hz

Stimmgabel von Sir Georg Smart, dem Dirigent der Philharmonic

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1823 Frankreich, Paris Kammerton der
Pariser italienischen Oper
a' = 424,2 HZ

Stimmgabel von Spontini

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~ 1825 -1830 Deutschland, Dresden Kammerton a' = 435 Hz

Stimmgabel Dresdner Hofkapellmeister Reissiger

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~ 1826/1826 England, London Kammerton

a' = 427,2 Hz
a' = 427,6 Hz
a' = 428,4 Hz

Drei Stimmgabeln aus der Broadwood Werkstatt

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1829 Frankreich, Paris   a' = 425,5Hz

Stimmton eines Klavier der Pariser Oper

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ab 1830 (bis etwa 1927) Großbritannien Millitärmusik, Sinfonieorchester a' = 453 Hz

 

 

1834

WienKammerton

für a' sind folgende Stimmtonhöhen
nachweisbar:
434 Hz
437 Hz
439 Hz
441 Hz
445 Hz

 

 
Deutschland, Stuttgart Kammerton a' = 440,2 Hz

Physik-Kongress Stuttgart

 
Deutschland, Berlin Kammerton a' = 441,8 Hz

Oper / Orchester

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Österreich, Wien Kammerton a' = 433,9 Hz
a' = 436,5 Hz
a' = 443,2 Hz*
a' = 445,1 Hz

Wiener Oper, ver. von Scheibler ermittelten Stimmtonhöhen:
Geringster Wert 433,9 Hz, höchster
Wert 445,1 Hz.
 * Stimmgabel von Streicher, ermittelt von Scheibler.

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Frankreich, Paris Kammerton a' = 434 Hz

Pariser-Oper

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1836 Frankreich, Paris Kammerton a' = 443,3 Hz

Stimmgabel eines Kalviers von Woelfel

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1836 - 1839 Frankreich, Paris Kammerton a' = 441 Hz

Stimmgabel aus dem Besitz von M. Leibner, der die Klaviere der Pariser Oper stimmte.

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1839

Italien, Bologna Kammerton a' = 425,8 Hz

Stimmgabel  von Tadolini, dem angeblich besten Klavierstimmers Bolognas

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Deutschland, Hamburg Kammerton
Oper
a' = 448

 

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1845 Italien, Turin
Italien, Milan
Österreich, Wien
Kammerton a' = 439,9 Hz
a' = 446,6 Hz
a' 445,4 HZ

Stimmgabeln
Stimmgabel
Stimmgabel verwendet am Wiener Konservvatorium

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1849 - 54 England, London Kammerton a' = 445,9 Hz

Stimmgabel des Klavierstimmers Alexander Finlayson (†1854),der beim Klavierbauer Broadwood tätig war

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1852 - 1874 England, London Kammerton
Philharmoisches Orchester
a' = 452,5 Hz

Stimmton des Philharmonischen Orhcesters unter Sir Michael Costa (1846 - 1854), Klavierstimmer war Mr. J. Black des Klavierbauers Broadwood

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vor 1858 Österreich, Wien
Wiener Philharmoniker
Kammerton a' = 466 Hz

Danach Übernahme der Empfehlung der fran. Akademie von 1858

 

1858FrankreichKammertona' = 437,5 Hz

Festlegung durch die franz. Akademie

 
1859

*Österreich, Wien


**Deutschland, Württemberg

***Deutschland, Karlsruhe



****Frankreich, Paris
 

*****Deutschland, Dresden

 

 

Ungarn, Budapest

Belgien, Liege

Frankreich, Lyon

Deutschland, München

Deutschland, Leipzig

Tschechei, Prag

Österreich, Wien

Kammerton

a' ~ 465 Hz


a' = 444,8 Hz

a' = 435 Hz



a' = 435,3 Hz


a' = 441 Hz

 

 

a' = 446 Hz

a' = 448 Hz

a' = 448 Hz

a' = 448,1 Hz

a' = 448,8 Hz

a' = 449,8 Hz

a' = 456,1 Hz

*Stimmgabel, laut Ellis stammt die Stimmgabel aus dem Besitz des Klavierbauers J. B. Streicher

**Stimmgabel eines Konzert-Orchesters

***Stimmton der Deutschen Oper, Kapellmeister Jos. Strauss bemerkt daß diese Höhe für Sänger die Beste sei. Die Stimmgabel vons Strauss diente als Grundlage der Empfehlung der franz. Akakdemie

**** Normstimmgabel der franz Stimmton-Komission

****Stimmgabel der franz. Komission die diese dem Dresdner Kapelmeister Reissinger zu kommen ließ, Diese beklagt, daß die immer höheren Stimmtöen die Schönheit der Meisterwerke Mozarts, Glucks, Beethovens usw. zerstören.

 

Stimmgabel des Konservatoriums

Stimmgabel Opernorchester

Stimmgabel Oper

Stimmgabel Konservatorium

Stimmgabel Oper

Stimmgabel des Klavierbauers Streich

https://www.mozartpiano.com

1860

Österreich, Wien

 

 

England, London

"Wiener Opernton"

 

 

 

a' ~ 434 Hz

 

 

a' = 445,5 Hz

Einführung des franz. Opernton in Wien.

Per kaiserlichem Dekret 1862 auf a ' ~ 435 Hz als verbindlich für die Wiener Hofkapelle und das Hoftheater erklärt, bis 1868 verwendet.

Stimmgabel (Kopie) von Broadwood für die Society of Arts

 
~ 1860Deutschland, Dresden

"Kapellton"

Chorton = Cornetton;
an der katholischen Hofkirche

a' ~ 446 Hz

a' ~ 427,5 Hz

 

 

1862 Deutschland, Dresden Kammerton
Hoftheater
a' = 437,8 Hz

 

https://www.mozartpiano.com

~ 1870WienKammertona' ~ 470 Hz

 

 
um 1879

USA New York, Steinway

USA Boston, Chickering

Kammerton

a' =  457,2 Hz

a' = 435 Hz

 

 
1884ItalienKammertona' = 432 Hz

Forderung von Giuseppe Verdi

 
1885InternationalKammertona' = 435 Hz

Festlegung der internationale Stimmtonkonferenz Wien

 
       

 

 
19. Jhd. - ~ 1960Österreichtürkischer Tona' ~ 461 Hz

Heute noch bei den "Original Hoch- und Deutschmeistern" in Anwendung

https://www.deutschmeister.at/geschichte/besondere-stimmung-und-instr~entation.html

1920 Berliner Philharmoniker Kammerton a' = 428 Hz

Schellackaufnahmen

Bach-Handbuch Band 5/2
Bachs Orchester- und Kammermusik,
Laaber-Verlag. 2013; S. 303 ff.
1924 Berliner Philharmoniker Kammerton a' = 435 Hz
1927 Orchester der Berliner Oper Kammerton a' = 448 Hz
ab etwa 1927 Großbritannien Millitärmusik, Sinfonieorchester a' = 438Hz

zuvor  ab etwa 1830
a' = 453 HZ

 

1928

Berliner Philharmoniker Kammerton a' = 446 Hz

Schellackaufnhamen

Bach-Handbuch Band 5/2
Bachs Orchester- und Kammermusik,
Laaber-Verlag. 2013; S. 303 ff.
Berliner Staatskapelle Kammerton a' = 444 Hz

1939

International (London)Kammertona' = 440 Hz (20°C)

International Federation of the National Standardizing Associations London; Standard ISO 16

 
Berliner Staatskapelle Kammerton a' = 444 Hz

Schellackaufnahmen

Bach-Handbuch Band 5/2
Bachs Orchester- und Kammermusik,
Laaber-Verlag. 2013; S. 303 ff.
1941 Berliner Staatskapelle Kammerton a' = 441 Hz
1943 Städtisches Orchester Berlin Kammerton a' = 450 Hz
seit 1945 Bundesheer, Gandamerie- und Polizeikappellen Östrreichs Kammerton a' = 442/443 HZ

 

 
1953 International (London) Kammerton a' = 440 Hz

Bestätigung von 1939
International Federation of the National Standardzing Associations London; Standard ISO 16

 
30. Juni 1971Europäische UnionKammertona' = 440 Hz (20°C)

Bestätigung von 1939

International Federation of the National Standardizing Associations London; Standard ISO 16

 
ca 1976 - 1980er Jahre BRD Kammerton

a' = 445 Hz
(Berliner Philharmoniker unter Karajan)

a' = 449 Hz
(Berliner Philharmoniker, Fritz Weisse)r

 

 
ab 1983 Wiener Philharmoniker Kammerton a' = 444 Hz

 

 
1988 Italien Kammerton a' = 432 Hz

Erfolglose Petition, unter anderem von Luciano Pavarotti, Joan Sutherland und Birgit Nilsson unterzeichnet, um die Regierung Italiens dazu zubewegen, den von Verdi emfohlen Stimmton mi a' = 432Hz einzuführen.

https://orchestergraben.com/alles-ist-relativ-sogar-der-kammerton/

2016 Österreich, Wiener Philharmoniker Kammeron a' = 433 Hz

 

 
aktuell   Kammerton

große Bandbreite, Tendenz bei nicht historisch informierten Orchestern immer höher zu stimmen, heute oft  mit a' > 444 Hz bei Berufsorchestern.

Historisch informierte Orchester/Ensembles stimme je nach Epoche zwischen a' = ca. 392 - ca. 470 Hz

 

 

Quelle(n) - Auswahl:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kammerton

https://www.greifenberger-institut.de/wAssets-dt/docs/Historische-Stimmtonhoehen.pdf

https://www.mozartpiano.com/articles/pitch.php?lang=english

Copyright © 2002 - by Jochen Grob
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Quellen siehe Literaturverzeichnis

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